Elementare KünstlerInnen

  element_wasser  Siegfried Pietrusky, Berlin
 

Siegfried Pietrusky favorisiert in seiner künstlerischen Arbeit das Einfache, das Minimale. Für das Erstellen seiner mächtigen Volumen und basalen Gesten - neben Skulptur gibt es auch Zeichnung, zumeist große Tuschen - nutzt Pietrusky sozusagen die Basisbaustoffe von Kunst: Holz, Gips, Schnur, manchmal Varianten wie Stahlrohr, Asphalt, Salz, Feuerwehr-, Fahrrad- und Gummischläuche. Das Interesse an formal und inhaltlich Minimalem manifestiert sich auch in den spröden Titeln der Arbeiten: Gerüst mit drei Gnubbeln, Netzwerk, Baumnetz, Rennbahn, darkness, between boarding and ceiling, die einfach beschreiben, was der Betrachter physisch sieht und ihm noch keine zusätzlichen Ebenen vorerzählen.

Intensität und Kraft gewinnen Pietruskys Arbeiten aus der präzise kalkulierten Proportion und dem passend erdachten Maß am Ort oder im Raum. Das gilt sowohl für seine Arbeiten in Naturräumen und im öffentlichen Raum als auch für die in Installation von Ausstellungen in Innenräumen. Der Betrachter sieht sich monumental Kraftvollem gegenüber, das sich als so etwas wie die Urform einer physikalischen Bewegung präsentiert: das Geschnürte, das Hängende, das Gewebte.

Kurz


www.pietrusky.de


geboren 1952, Studium an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, Meisterschüler von Emil Cimiotti, lebt und arbeitet in Berlin

AUSSTELLUNGEN/PREISE: 
u.a. 1986 Villa-Minimo –Preis des Kunstvereins Hannover, 1988 Niedersächsischer Nachwuchspreis, 1991 Kulturpreis für Bildhauerei, von der Gemeinde Rastede, (OLB) 1994 Arbeitsstipendium Land Niedersachsen; nationale und internationale Ausstellungen: u.a. 1993 Chelsea Harbour Sculpture, London/England, 1994 Skulpturenpark Brock University, St. Catherines, Ontario/Kanada; 1998 Stiftung de Amsteltuin, Amsterdam/Holland 2001 “Kirchen(t)räume“, St. Bonifatius Kirche, Karlsruhe; 2010 BETWEEN BOARDING AND CEILING, Schillerpalais, Berlin; 2011 OPENROOMS, Galerie im Regierungsviertel, Forgotten Bar, Berlin.
ARBEITEN IM ÖFFENTLICHEN RAUM: 
Hannover, U-Bahnstation Egidientor; Hannover/Langenhagen ,Musikpavillon; Schorndorf bei Stuttgart; Berlin Hellersdorf ,Rathaus
FACHGEBIET: 
ortspezifische Skulptur, Flechtwerk aus Förderbändern oder Feuerwehrschläuchen

PROJEKTIDEE: 
WARTEN AUF DIE FLUT - Plattform aus Gerüststangen/Baubohlen in Hanglage

ZUORDNUNG: 
Element Wasser